Energiespartipps

Tipps zum Energiesparen in Haushalt und Büro

Strombetriebene Geräte gehören zu jedem Haushalt: zum Kühlen, Kochen, Backen, zum Duschen oder Baden, zum Spülen des Geschirrs und zum Waschen der Bekleidung, zur Kommunikation und zur Unterhaltung. Und natürlich um die Wohnung zu beleuchten. Aber die Energievorräte, die wir heute nutzen, sind begrenzt. Grund genug also, sehr sorgsam damit umzugehen.

Der Einzelne kann seine Energiekosten dauerhaft verringern, indem er effizient mit Energie im Haushalt umgeht. Das geht mit sparsamen Geräten und deren intelligenter und planvoller Nutzung.

 

Strom-Verbrauch

Mit dem bundesweiten Stromspiegel können Mieter*innen und Eigentümer*innen ihren eigenen Stromverbrauch bewerten und ihr Einsparpotenzial kennenlernen. Abhängig von der Personenanzahl, der Art der Warmwasserbereitung und des Gebäudes fällt das Sparpotenzial unterschiedlich aus.

 

Weiße Ware

Kühl- und Gefriergeräte, Wasch- und Spülmaschinen sowie Wäschetrockner sind Anschaffungen für viele Jahre. Neben guter Leistung sollen sie vor allem zuverlässig sein und eine lange Lebensdauer haben. Außerdem sollen sie sparsam sein. Ein niedriger Strom- oder Wasserverbrauch verursacht weniger Betriebskosten und entlastet die Umwelt. Bei vielen Geräten sind die Betriebskosten in ihrer Lebensdauer deutlich höher als ihr Kaufpreis. Besonders sparsame Geräte sparen deshalb im Laufe der Jahre wesentlich mehr an Strom- und Wasserkosten ein, als sie bei der Anschaffung teurer sind.

In der Online-Datenbank der „Besonders sparsamen Haushaltsgeräte“ finden Verbraucher*innen die sparsamsten, marktverfügbaren Waschmaschinen, Trockner, Waschtrockner, Geschirrspüler und Kühlgeräte.

Neuer bundesweiter Heizspiegel für 2021 – Überblick durchschnittlicher Kosten

Die meisten Haushalte müssen mit steigenden Heizkosten rechnen – auch in Leichlingen. Es lohnt sich also jetzt noch mehr, beim Heizen zu sparen. Wie groß das Sparpotenzial ist, lässt sich mit dem neuen Heizspiegel für Deutschland 2021 ermitteln.

Mit den Tabellen  können Mieter*innen und Eigentümer*innen die Verbräuche und Heizkosten ihres Wohngebäudes bewerten. Viele Bewohner*innen können mit kleinen Tricks ihre Heizkosten deutlich senken – ohne auf Komfort zu verzichten.

Entscheidend ist vor allem der energetische Zustand des Gebäudes. Die Vergleichswerte des Heizspiegels gelten für Zentralheizungen mit Erdgas, Heizöl, Fernwärme, Wärmepumpe und Holzpellets.

Aber auch mit Änderungen im Heizverhalten können Einsparungen erreicht werden. Dies sind einige Tipps:

 

Intelligent heizen und Heizkosten sparen

Passen Sie die Raumtemperatur der jeweiligen Nutzung der Räume an:

  • Wohnzimmer 20 – 21°C
  • Schlafzimmer 16 – 18°C
  • Kinderzimmer 20 – 21°C
  • Küche 18 – 20°C
  • Bad 21 – 22°C
  • Flure 16°C
  • Gästezimmer 16 – 18°C
  • Hobbyraum 20°C

Jedes Grad weniger Raumtemperatur spart rund sechs Prozent an Heizenergie.

 

Thermostatventile clever einsetzen

Thermostatventile helfen, die Temperatur in den einzelnen Zimmern der jeweiligen Nutzung anzupassen. Besonders komfortabel und sparsam sind programmierbare Ventile, bei denen Betriebszeiten und Temperaturen voreingestellt werden. So wird das Bad geheizt, kurz bevor man aufsteht oder die Temperatur in allen Räumen herunterfahren, zu Zeiten, bei denen man immer regelmäßig außer Haus ist.

 

Thermostatventil nicht voll aufdrehen

Es ist kalt im Zimmer? Egal, ob Sie den Heizkörper auf 5 oder auf 3 stellen, der Raum heizt gleich schnell auf. Nur auf 5 wird viel mehr Energie verbraucht. Denn die Stufen des Thermostatventils dienen nur der Aussteuerung der Höchsttemperatur. Ist diese erreicht, hält das Ventil die Wärmezufuhr an.

Denn die Stufen an der Heizung sind nicht zufällig angeordnet. Sie zeigen recht genau an, wie warm es im Raum wird. Das zeigen die Stufen auf dem Thermostatventil:

  • Sternchen bzw. Null: ca. 5° C, Frostschutz
  • Stufe 1: ca. 12° C
  • Stufe 2: ca. 16° C
  • Stufe 3: ca. 20° C
  • Stufe 4: ca. 24° C
  • Stufe 5: ca. 28° C

Auf dem Thermostat sind die einzelnen Stufen durch drei Striche unterteilt. Jeder Strich steht für ein Grad.

 

Ventile nicht komplett abdrehen

Beim Verlassen der Wohnung die Heizung abdrehen und die Thermostatventile auf Null bzw. Frostschutz stellen? Lieber nicht. Denn es kostet viel Energie, kalte Räume wieder aufzuheizen. Zudem nimmt kalte Luft die Raumfeuchtigkeit schlechter auf, was zu feuchten Wänden und Schimmel führen kann. Wenn Sie beim Heizen Energie sparen wollen, dann sorgen Sie für eine gleichmäßige Wärmezufuhr – insbesondere auch im Bad. Zudem sollten Sie darauf achten, dass die Mindesttemperatur von 16 Grad nicht unterschritten wird. Wenn Sie tagsüber nicht zuhause sind, können Sie die Heiztemperatur ebenfalls absenken – so wie nachts auch. Programmierbare Thermostatventile helfen dabei.
 

Heizkörper frei lassen

Verstellen oder verdecken Sie Ihre Heizkörper nicht durch Möbel, Vorhänge oder Gardinen. Die Heizkörper müssen frei in den Raum strahlen können. Sonst entsteht ein Hitzestau und ein großer Teil der Energie geht durch die Außenwände ungenutzt verloren.

 

Stoßlüften statt dauerhaft kippen

Richtiges Lüften sorgt für behagliche Wärme: Drehen Sie die Thermostatventile runter und öffnen Sie die Fenster ganz. Lassen Sie die Fenster bei Durchzug drei bis maximal fünf Minuten geöffnet. So tauschen Sie im Winter in nur wenigen Minuten die komplette Raumluft einer Wohnung aus, ohne dass die Wände zu viel Wärme verlieren.

In der Grippe-Jahreszeit und derzeit während der Corona-Pandemie ist regelmäßiges Lüften besonders wichtig: nur so bleiben Sie fit und gesund. Stoßlüften ist auch hier die beste Variante, um verbrauchte Luft schnell aus dem Raum zu schaffen. Es gilt: Je mehr Menschen in einem Raum sind, desto öfter muss gelüftet werden.

Wenn Sie dagegen mit einem gekippten Fenster dauerlüften, heizen Sie Ihr Geld buchstäblich zum Fenster hinaus. Hinzu kommt, dass das Mauerwerk um die Fenster auskühlt, sich Feuchte absetzen und Schimmel bilden kann.