FAQ Starkregen-Katastrophe

Welche Hilfe gibt es für Betroffene?

Wiederaufbauhilfe:

12,3 Milliarden Euro stellt der Bund dem Land Nordrhein-Westfalen für Betroffene der Flutkatastrophe zur Verfügung. Privathaushalte, Unternehmen und Betriebe für die Land- und Forstwirtschaft sowie Kommunen können ab sofort Förderanträge für den Wiederaufbau stellen. Die Internetpräsenz der Landesregierung Nordrhein-Westfalen bietet umfangreiche Informationen, auch in anderen Sprachen. Die Vor-Ort-Beratung zur Wiederaufbauhilfe des Rheinisch-Bergischen Kreises im Leichlinger Rathaus ist ausgelaufen. 

Zur telefonischen Beratung können sich Betroffene weiterhin an den Kreis wenden, unter 02202/13-4000 oder per E-Mail an aufbauhilfe(at)rbk-online.de. Weitere Informationen gibt es auf der Website des Rheinisch-Bergischen Kreises.

Zusätzlich hat das Land Nordrhein-Westfalen ein Servicetelefon „Wiederaufbau“ unter der Nummer 0211/46844994 montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 10 bis 16 Uhr für Fragen eingerichtet.

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen hat eine ausführliche Anleitung für die Antragstellung für Privathaushalte und Unternehmen der Wohnungswirtschaft veröffentlicht.

Mehr Infos für Unternehmen finden sich auf der Seite der Leichlinger Wirtschaftsförderung.

 

Auch nicht-kommunale Träger von Infrastruktureinrichtungen, beispielsweise Religionsgemeinschaften oder Vereine, können Wiederaufbauhilfe beantragen. Informationen dazu gibt es auf den Seiten des Landes NRW. Hierfür benötigen sie eine Bestätigung der Gemeinde, dass die Maßnahmen erforderlich sind. Dies ist Voraussetzung für eine Förderung beziehungsweise den Mittelabruf. Zielsetzung dieser Regelung ist, dass kein Wiederaufbau von Infrastrukturen unterstützt wird, der den kommunalen Interessen widerspricht oder in Bezug auf die Wiederherstellung der Infrastruktur als nicht erforderlich angesehen wird. Bei der Stadt Leichlingen ist Sebastian Scholze (Telefon: 02175/992-321 oder sebastian.scholze(at)leichlingen.de) hierfür der Ansprechpartner und kann die Bescheinigung ausstellen. 

 

Coaching:

Die Gesellschaft für Neurolinguistisches Coaching e. V. hat die Initiative "Being in Touch" gegründet, um Flut-Betroffene mit einem kostenlosen Stressmanagement-Coaching bei der Verarbeitung des Schreckensereignisses zu unterstützen. Auch die Leichlingerin Corinna Elle,  zertifizierter Wingwave-Coach, beteiligt sich an dem Projekt und bietet kostenlose Coachings für Betroffene an. 

Kontakt: kontakt(at)corinna-elle.de oder  unter 0178-18-88-88-3

Unternehmen:
Koordinierung von Hilfsangeboten und Hilfsgesuchen

Die Handwerkskammer zu Köln koordiniert auf der Plattform Unser #Handwerkhilft die Hilfsangebote und Hilfsgesuche ihrer Mitglieder.

Der Landesverband der Kreishandwerkerschaft vermittelt ebenfalls gezielte Sachspenden und Unterstützungsangebote für betroffene Handwerksbetriebe weiter.

Zusammen mit eBay startet der Handelsverband Deutschland die Plattform Unwetterhilfen, welche eine schnelle Unterstützung für die von der Flutkatastrophe betroffenen Händler*innen sicherstellt und die Beschaffung dringend benötigter Produkte erleichtern soll.

Die Rheinisch-Bergische Wirtschaftsförderung (RBW) hat eine Informationsseite aufgesetzt und sammelt Hilfsangebote im Portal Rhein-Berg-Connect.

Hinweise und Beratungsangebot für betroffene Betriebe

Die Industrie- und Handelskammer Köln (IHK) bündelt wichtige Hinweise u. a. über weitere finanzielle Krisenhilfen, Hilfsmaßnahmen aus der Region und Kontaktadresse rund um Flut und Starkregen. Zusammen mit der Schuldnerhilfe Köln gGmbH wurde die Krisenhotline für aktuelle oder ehemalige Mitglieder in finanziellen Schwierigkeiten unter der Telefonnummer 0800 6997998 (kostenlos aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz) eingerichtet. Die Ansprechpartner*innen der IHK sind entweder über die Hotline zur Flutkatastrophe von Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr unter der Rufnummer 0221-1640 3333 oder unter service(at)koeln.ihk.de erreichbar.

Die Handwerkskammer zu Köln informiert über u.a. Gas- und Stromversorgung, Mietminderung bei Hochwasserschäden, Leistungsverzögerung oder -verhinderung wegen vorübergehender Betriebsschließung oder Behinderungen, Informationen zu den Sonderkonditionen zu Kurzarbeitergeld, Regelungen für Mitarbeitende, die sich im Ehrenamt engagieren (Feuerwehr & THW), Förderprogramme für hochwasserbetroffene Unternehmen sowie die Auflistung der öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen.
Zur telefonischen Beratung stehen folgende Ansprechpartner*innen zur Verfügung:
- Unternehmensberatung 0221 2022-346 oder per Mail: betriebsberatung(at)hwk-koeln.de
- Ansprechpartnerin für rechtliche Fragen, Sabine Schönewald, erreichen Sie per Telefon: 0221
  2022-210 oder E-Mail: sabine.schoenewald(at)hwk-koeln.de

Die Kreishandwerkerschaft Bergisches Land klärt über Steuererleichterungen durch den Katastrophenerlass der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, die Sonderkreditprogramme der Banken sowie die Möglichkeit zur Spende für betroffene Betriebe auf.

Kommt meine Versicherung für die Schäden auf?

Für Schäden am Gebäude selbst ist die Wohngebäudeversicherung zuständig. Diese muss aber eine Deckung für Elementarschäden beinhalten. Im Falle von Miter*innen läuft diese Versicherung über die Vermieter*innen.

Für Schäden an Mobiliar, Kleidung etc. (also alles, was sich in Wohnung oder Haus befindet) ist eine Hausratversicherung zuständig. Auch hier muss eine Deckung für Elementarschäden mit abgeschlossen worden sein. Mieter*innen müssen diese Versicherung selbst abgeschlossen haben.

Setzen Sie sich schnellstmöglich mit Ihren Versicherungen in Kontakt, um die Schäden zu melden und zu dokumentieren.

Ich brauche eine Bescheinigung für Hochwassergeschädigte.

Wer eine Bescheinigung als Hochwassergeschädigte*r benötigt, zum Beispiel für eine Reiserücktrittsversicherung, kann diese im Bürgerbüro erhalten. Bitte bringen Sie Ihr Ausweisdokument mit. Das Bürgerbüro erreichen Sie unter 02175/992-200 oder buergerbuero(at)leichlingen.de zu den gewohnten Öffnungszeiten.

Wo bekomme ich Hilfe für mein beschädigtes Denkmal?

Die Denkmalbehörde der Stadt Leichlingen möchte möglichst viele Denkmaleigentümer*innen bei der Rettung Ihrer Denkmale unterstützen. Für Notsicherungen und Wiederherrichtung hat die Denkmalbehörde deshalb wichtige Informationen für Sie zusammengestellt:

Vor allem sind alte Fachwerkkonstruktionen besonders von den Folgen des Hochwassers in Mitleidenschaft gezogen. Um die historische Bausubstanz zu erhalten, hat der Landschaftsverband Rheinland (LVR) auf seiner Homepage nützliche Hinweise zur Trocknung, Freilegung und dem Erhalt von Fachwerk veröffentlicht. Unter folgendem Link finden Sie neben weiterführenden Informationen hierzu, auch Formulare und Hinweise zu möglichen Förderungen: https://denkmalpflege.lvr.de/de/neues_aus_dem_amt/hochwasser_2021_.html
 

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz wirbt um Spenden und hat gleichzeitig ein Hochwasser-Nothilfeprogramm aufgelegt.  Sie bietet finanzielle Unterstützung an, um geschädigte Denkmale zu retten. Die „kleinen Nothilfen“ werden sehr unbürokratisch in einem schnellen und einfachen Verfahren vergeben. Weitere und umfangreichere Maßnahmen unterstützt die Stiftung ebenfalls mit finanziellen Mitteln, Rat und Tat. Alle aktuellen Informationen und den Kurzantrag zum Download finden Sie in der Anlage und auf www.denkmalschutz.de/hochwasser-sofortfoerderung
 

Weiterhin besteht das Denkmalförderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen 2022. Hierüber ist es möglich einen Zuschuss in Höhe von bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben zum Erhalt und zur Pflege von Baudenkmälern über das jährlich ausgerufene Denkmalförderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen zu erhalten. Die voraussichtliche Antragsfrist für das Förderjahr 2022 endet am 30. September 2021. Weitere Informationen und das Antragsformular finden Sie unter folgendem Link: https://www.mhkbg.nrw/themen/bau/denkmalschutz/denkmalfoerderung
 

Zudem stellt das Land aufgrund der aktuellen Geschehnisse entsprechende Soforthilfen für den Wiederaufbau denkmalgeschützter Gebäude bereit. Hierzu sollen sich Betroffene an die Obere Denkmalbehörde der Bezirksregierung Köln unter folgender E-Mail-Adresse wenden: denkmalpflege(at)bezreg-koeln.nrw.de .
 

Wir bitten darum, sich bezogen auf Maßnahmen an denkmalgeschützten Objekten Rat und Hilfe sowie die Expertise eines Fachplaners bzw. einer Fachplanerin einzuholen. Gerne stehen Ihnen auch für Einschätzung von geplanten Maßnahmen die Mitarbeitenden der Unteren Denkmalbehörde der Stadt zur Verfügung. Die Denkmalbehörde versucht sich ein Bild vor Ort zu machen und ist dankbar für eine Rückmeldung über betroffenen denkmalgeschützte Objekte.

Sind Wanderwege in der Region nutzbar?

Auf Wander- und Radwegen muss mit Beeinträchtigungen durch beschädigte Wege gerechnet werden. Bei Wanderungen gilt daher besondere Vorsicht und die Beachtung von Absperrungen. Das Wegemanagement des Naturparks Bergisches Land und der Tourismusorganisation Das Bergische ist dabei, die sensiblen Bereiche des Bergischen Wanderlandes abzufahren und zu überprüfen. Viele Stellen sind aber momentan aufgrund der Aufräumarbeiten noch nicht erreichbar. Daher haben die Organisationen zurzeit noch keinen kompletten Überblick über die Ausmaße der Schäden.

Wer beschädigte Wander- oder Radwege melden möchte, kann den Wegedetektiv in der App des Bergischen Wanderlands nutzen. Hierüber kann die Meldung nicht nur genau verortet werden, die Wegemanager*innen können sich anhand des Fotos auch einen direkten Eindruck des Schadens machen und die Meldung ggf. an die zuständigen Stellen weiterleiten. Alle längerfristigen Einschränkungen, die bekannt sind, werden auf den Webseiten des Bergischen Wanderlandes unter Bergisches Wanderland – Wegemanagement und des Bergischen unter Service – Wegemanagement sowie in der App veröffentlicht.

Aus Sicherheitsgründen schließt die Stadtverwaltung Leichlingen sich der dringenden Empfehlung des Wupperverbandes an, vorerst von Freizeitaktivitäten auf der Wupper Abstand zu nehmen. Zur eigenen Sicherheit sollten beispielsweise derzeit keine Kanufahrten auf der Wupper durchgeführt werden.

 

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